Nordstrom-Achtung Hochspannung!

Nordstrom-Achtung Hochspannung!

Durch Maleranzüge und Mundschutz geschützt stehen die Kinder des Freizeitzentrums KECK vor ihrer großen Übungswand. Endlich haben sie ihre „Unterrichtsstunden“ hinter sich und können anfangen, die Wand des Innenhofs zu gestalten. Zu Beginn werden leichte Formen wie Kreise und Rechtecke ausprobiert. „Dadurch bekommen die Kids ein Gefühl für das Sprayen“, erklärt Workshopleiter Dennis Klatt. Einige Kinder haben schon vorher Erfahrungen mit Spraydosen gesammelt, aber für die „Neulinge“ ist es erstmal eine kleine Umstellung, damit zu arbeiten. Nach und nach werden sie jedoch sicherer und am Ende präsentieren sie stolz ihre Ergebnisse, welche Anfang nächsten Jahres auf den Stromkästen der Dortmunder Nordstadt zu sehen sind. Außerdem können ein paar Exemplare im Rahmen der Adventskalenderausstellung der Nordstadt betrachtet werden, die am 14.12.2013 im Quartiersbüro Borsigplatz ausgestellt sind.

Die Motive sind dabei ganz unterschiedlich. Mal sieht man einen Patrick der Zeichentrickserie „Spongebob Schwammkopf“ in Weihnachtsmann-Kluft, dann ein großes, farbenfrohes Herz, oder auch einfach eine comicartig gestaltete Spinne. Wie kommt man denn darauf, eine Spinne zu zeichnen, fragen wir die achtjährige Julia. „Weiß ich auch nicht. Aber man durfte ja malen, was man wollte, also ist es bei mir irgendwie eine Spinne geworden“, lacht sie.

Insgesamt waren ca. 15 Kinder an dem Projekt beteiligt. „Man kann schon fast sagen, dass sie sehr diszipliniert bei der Sache waren“, schmunzelt Dennis Klatt, der zusammen mit der Stadtteilschule Dortmund, den „Urbanisten“ und dem Jugendzentrum KECK das Projekt ins Leben gerufen hat. Auf jeden Fall versichern die Kinder, dass sie ganz viel Spaß hatten und das sieht man ihren Kunstwerken auch an!

Die Arbeit der Kinder ist hiermit getan und jetzt müssen die Profis ans Werk: Die auf Pappe gesprayten Motive werden einzeln abfotografiert und je nach Bedarf am Computer von einer Grafikerin nachbearbeitet. Danach gehen die Entwürfe in eine Druckerei, wo sie auf passend formatierte Folien gedruckt werden. Wenn dann die Genehmigungen der Stromkästen unterzeichnet sind, werden die Folien endlich angeklebt und können den Dortmunder Norden auf ihre Weise ein bisschen verschönern.

„Nächstes Mal bin ich auf jeden Fall auch dabei!“, verspricht Julia während sie auf ihrem Maleranzug steigt. Auch die anderen Kinder freuen sich schon auf ein weiteres Projekt, mit dem sie zur Verschönerung ihres Stadtteils etwas beisteuern können!