Frisch gepresst

Frisch gepresst

„Frisch gepresst“- nein, kein Orangensaft! Das Projekt, das so fruchtig klingt beschäftigt sich mit verschiedensten Drucktechniken.

Die Kulturrucksackkids hatten die Möglichkeit an einem Wochenende viele Drucktechniken kennenzulernen. Ob Kartoffeldruck, Druck mit Schablonen oder das Spritzen von Farbe mit Hilfe von Zahnbürsten, jeder konnte neue interessante Techniken kennenlernen. Mit der Hilfe von Hannes Woidich, Fotograf, und Alesha Klein, Kunststudentin, zauberten die Anfänger-Designer am ersten Tag des Workshops kreative Formen und Farben auf T-Shirts und Plakate. Es wurde experimentiert und herumgebastelt, bis jeder sein persönliches T-Shirt in den Händen hielt.

„Siebdruck“- darum ging es am zweiten Workshoptag. Zwei Expertinnen, angehende Grafikdesignerinnen, erklärten den Kindern die Technik und ließen sie alles selber ausprobieren. Schließlich ist das Motto hier „Do it yourself!“. Der Siebdruck ist keine leichte Angelegenheit, und so führen Friederike Becker und Freya Tiedtke die Kinder auch nur mit einer „Light-Version“, mit Schablonen anstatt einer Spezial-Emulsion, an das Verfahren heran. Die Hauptwerkzeuge für diese Technik sind das Sieb und der Rackel, dabei wird das Sieb, das so gar keine Ähnlichkeit mit dem Küchensieb hat, auf den zu druckenden Gegenstand gelegt und dann wird der Rackel, eine Art Spachtel mit viel Druck darüber gezogen, sodass die aufgebrachte Farbe durch das Sieb gedrückt wird. Mit Hilfe von selbstgestalteten Schablonen in Verbindung mit den Techniken vom Vortag entstehen so Schnurrbärte, Ampelmännchen, Wolken und Hände auf Jute-Taschen. Die Mutter von Michelle war darüber gar nicht so begeistert, erzählt diese mit einem Schmunzeln: „’Och, noch mehr Taschen?!’ meinte meine Mama als ich ihr das erzählt habe.“ Doch wenn sie dann die tolle selbstgestaltete Tasche in den Händen hält, wird wohl eher darüber verhandelt, ob man die sich nicht auch mal ausleihen könnte…

So konzentriert wie die Teenager sich an ihre Arbeit setzen, könnte man vermuten, dass hier die Designer von morgen sitzen. Und, wer weiß das schon?