EINE STADT FÜR TOLERANZ

EINE STADT FÜR TOLERANZ

Eine Stadt für Toleranz. Wie der Name schon sagt, geht es hier um das wichtige Thema Toleranz in der Gesellschaft. Und die Künstlerin Susanne Lilienfeldt hat sich genau die richtige Schule gesucht, um zusammen mit den Schülern ein Zeichen zu setzen: Die Anne-Frank-Schule. An Hand von Anne Frank, einem jüdischen deutschen Mädchen, das in ihrem Versteck in Amsterdam ein später weltbewegendes Tagebuch schrieb, und der Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund, der Kooperationspartner des Projektes, wird hier nicht nur die nationalsozialistische Vergangenheit aufgerollt, sondern auch gezeigt, dass Rassismus und Faschismus heute immer noch überall anzutreffen ist und man sich klar dagegen stellen muss.

Sprayaktionen an der eigenen Schule und im öffentlichen Raum sind hier die Zeichen für eine tolerante Gesellschaft.

Die Kinder und Jugendlichen haben dafür selbständig Zitate gesammelt, die später auf Pappkarton geschrieben die Schablonen darstellen. Sprayen geübt wird an der eigenen Schule mit Namenschablonen und einem Portrait von Anne Frank. Dabei kann jeder ein kleines Stück selber machen. Die erfahreneren Kids zeigen dabei den anderen, wie man richtig sprayt, damit das Kunstwerk am Ende auch wirklich perfekt aussieht – schon hier fällt auf, das Toleranz Einzug hat.

Susanne Lilienfeldt und Verena Wagner, Fellow im Rahmen des Projekts „Teach First Deutschland“ für Schulen in benachteiligten Gebieten, sind beeindruckt wie die Kinder und Jugendlichen sich ins Zeug legen: „Das Tolle an dem Projekt ist, dass die Schülerinnen und Schüler so begeistert sind, dass sie freiwillig manchmal länger bleiben als eigentlich angedacht, um die aufwändigen Schablonen fertig zu stellen.“